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  • AutorenbildJutta Schönwälder

Selbsthilfe bei Depression


Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich professionelle Unterstützung durch einen Arzt oder Psychologen zu holen. Depression alleine für sich zu bewältigen, ist keine gute Idee!

Das soziale Umfeld kann zwar eine Stütze sein, aber hier fehlt es an der erforderlichen kritischen Distanz, die eine psychotherapeutische Behandlung gewährleistet. Sprechen Sie offen mit Ihrem Therapeuten, damit er genau versteht, was in Ihnen vorgeht. Lassen Sie sich nicht von Angst oder Scham zurückhalten. Sprechen Sie über alle Zweifel, die Sie bezüglich der Therapie haben.

Neben der psychotherapeutischen Behandlung kann ein aktives Selbstmanagement Ihnen helfen, den Alltag zu bewältigen.

  1. Bringen Sie Struktur in Ihren Alltag: In einer Depression fällt alles schwer, beginnend mit dem morgendlichen Aufstehen, der Erledigung von Aufgaben bis hin zu Dingen, die früher Freude bereitet haben (z.B. Hobbys). Das ist kennzeichnend für das Störungsbild. Machen Sie sich einen Tages- oder Wochenplan, den Sie mit Pflichtaufgaben und ausreichend angenehmen Tätigkeiten füllen. Belohnen Sie sich auch für kleine Fortschritte und reduzieren Sie Ihre Ansprüche.

  2. Pflegen Sie soziale Kontakte, auch wenn es schwerfällt: Fragen Sie sich, welche Menschen in Ihrem Umfeld Ihnen "gut tun" und verbringen Sie mit diesen Menschen Zeit. Öffnen Sie sich Vertrauten und schildern Sie Ihre Lage.

  3. Durchbrechen Sie die Spirale der negativen Gedanken: "Ich bin so unzulänglich!" Immer mache ich Fehler!" "Ich bin nichts wert!" " Ich bekomme nichts auf die Reihe!" - diese Gedanken, die in der Fachsprache als dysfunktional bezeichnet werden, prägen das Bild der Depression. Die Bearbeitung dieser Gedanken ist ein zentrales Thema der Kognitiven Verhaltenstherapie. Sie selbst können für sich zunächst einmal diese Gedanken identifizieren und sich fragen, wie hilfreich der Gedanken im Hinblick auf die Verbesserung ihrer Symptome ist. Halten Sie dagegen, mit Dingen, die Sie in Ihrem Leben schon geschafft haben oder Eigenschaften, die andere an Ihnen schätzen.

  4. Achten Sie auf ausgewogene Rahmenbedingungen wie Schlaf, Ernährung und Bewegung.


"Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt!"

Konfuzius


Machen Sie den ersten Schritt in Richtung aktives Selbstmanagement und gehen Sie diesen Weg in kleinen Schritten. Messen Sie Ihre Aktivitäten nicht an der Zeit, vor Ihrer Erkrankung. Belohnen Sie sich für kleine Erfolge und Akzeptieren Sie Rückschritte.

 

Sie haben konkrete Fragen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie mich gerne telefonisch oder per Mail.




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